Foto: Das Heublumen Team kurz vor Beginn der Mittersill Pride Parade
Copyright: Arthur Zizka
Besseres Wetter hätten sich die Mitglieder des Vereins Heublumen, die die Pride Parade in Mittersill organisieren, wirklich wünschen können. Doch trotz Wind und Regen kamen um die 150 Menschen am Samstag zusammen, um miteinander zu feiern und ein Zeichen für queere Sichtbarkeit in Mittersill zu setzen. Nach ihrer Premiere letztes Jahr war das nun die zweite Auflage der Mittersill Pride Parade.
Eine bunte Demonstration bei grauem Wetter
Schon zum zweiten Mal fand die Pride Parade in Mittersill statt. Mit einem bunt geschmückten Traktor als Gallionsfigur, zog die Regenbogendemonstration durch die Stadtgemeinde. Der farbenfrohen Demonstration schlossen sich über die Strecke hinweg circa 150 Menschen an. “Ich bin zum ersten Mal auf einer Pride. Meine Tochter machte mich auf diese Parade aufmerksam und dachte mir, ich schaue mir das mal an”, so eine der Teilnehmer*innen, die sich wegen des Wetters wetterfest anziehen mussten.
Forderungen am Gemeindeamt und Auftritte am Pavillon
Auch dieses Jahr kamen vor dem lokalen Gemeindeamt aktivistische Stimmen zu Wort, die die immer noch bestehenden Ungleichheiten betonten. Hierbei ging es hauptsächlich um die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Stadt und Land und die Behandlung von Trans- und nicht binären Menschen in der Gesellschaft und in der Politik.
Beim Mittersiller Musikpavillon unterhielten die Artists die Prideteilnehmer*innen mit Drag Performances und Live-Gesang. Von Live Gesang der Band Tear Decline, Flora and Friends und dem Wiener Sänger NOA bis hin zu Drag Performances der Künstler*innen Eric BigCl!t und Crystal Star, war auch nach dem Demonstrationszug noch ein buntes Programm geboten. Den Abschluss des Pride-Tages machte die Afterparty im Pub Brezl in Mittersill.
Die Heublumen ziehen weiter
Nach der diesjährigen Unken Pride, die am 19. Juli stattfand, und der Mittersill Pride am 02. August gehen die Heublumen nun in den Pongau. Am 13. September veranstaltet der Salzburger Verein die erste Pride Parade in St. Johann im Pongau. “Nicht nur in der Landeshauptstadt und im Pinzgau wird Vielfalt gelebt, sondern auch der Pongau ist bunter als man erwarten mag. Mit der allerersten Pongau Pride setzen wir als Community gemeinsam mit der Stadtgemeinde ein Zeichen für Offenheit und Akzeptanz,” schloss Florian Niederseer, Obperson der Heublumen.